Vier weitverbreitete Missverständnisse zwischen Deutschen und Amerikanern

Vier weitverbreitete Missverständnisse zwischen Deutschen und Amerikanern

Brücken schlagen zwischen verschiedenen Kulturen erfordert mehr als eine Übersetzung von Sprachen. Missverständnisse über Menschen in anderen Ländern können leicht kultiviert werden, wenn man andere Kulturen ausschließlich durch die Perspektive der Medien betrachtet. Obwohl die USA und Europa seit Generationen eng verbündet sind, gibt es viele Bereiche in denen wir uns gegenseitig falsch verstehen. Hier werden vier weitverbreitete Missverständnisse zwischen Deutschen und Amerikanern dargestellt.

Deutsch ist eine aggressive Sprache

Die meisten Amerikaner kennen keine deutschen Muttersprachler. Viele haben gesprochenes Deutsch nur durch aufgezeichnete Massenkundgebungen aus dem Zweiten Weltkrieg oder durch fiktive Darstellungen des „Angry German“-Stereotyps, kennengelernt. Die meisten Deutschen sprechen in ruhigem Ton, genauso wie alle anderen Menschen auf der Welt. Seien Sie nicht überrascht, wenn deutsche Muttersprachler einen freundlicheren Ton haben als Sie erwarten. So schrieb ein Deutschsprachiger in Amerika, er habe oft von Leuten gehört: „Oh, bei Ihnen klinkt Deutsch so schön!“, als sie zufällig seine Telefongespräche mitgehört haben. Nein, es war eher Hitler, der es so hässlich klingen ließ.

Amerikaner sind unecht

Kulturelle Normen scheinen manchmal abzuweichen, wenn man sie aus der Perspektive einer anderen Gesellschaft betrachtet. Diese andere Perspektive bewirkt das Amerikaner oft als „unecht“ bezeichnet werden. Eine typische Begrüßung in Amerika umfasst die Frage an die andere Person „Wie geht es Ihnen?“ Allerdings wird von der anderen Partei keine ehrliche Antwort erwartet, es sei denn, sie sind wirklich enge Freunde. Manchmal machen Europäer sich lustig über die übliche Reaktion „Gut, und Ihnen?„, die automatisch hervorschnellt und sich wie ein einziges Wort anhört. Während die meisten Amerikaner es als höflich betrachten, sich auf diese Weise zu begrüßen, sehen andere Gesellschaften den gesamten Austausch eher als unecht. Amerikaner wird nachgesagt, dass sie mehr Zeit mit Lächeln ohne besonderen Grund verbringen, weil viele Menschen in den Vorstädten und im Süden gelernt haben, freundlich, höflich und zugänglich zu sein. Aber wie bei allen Stereotypen können Ihre Erfahrungen abweichen, da zahlreiche Amerikaner diesem „Fake“-Profil nicht entsprechen.

Deutsche sind unfreundlich und haben keinen Sinn für Humor

Am anderen Ende des Spektrums gibt es die Klischeevorstellung, dass Deutsche ungehobelt sind und gar keinen Humor haben. Amerikaner sind an Menschen gewöhnt, die mit allen verfügbaren Mitteln versuchen, zuvorkommend und freundlich zu erscheinen. Das geradlinige Auftreten der Deutschen kann durch Außenstehende als unhöflich fehlinterpretiert werden. Es handelt sich nicht um Vorsatz: Deutsche sind bekannt dafür, aufrichtig und direkt zu sein. Dies mag zuerst fremd erscheinen, aber Sie können beruhigt sein in dem Wissen, dass Sie ehrliches Feedback erhalten. Ebenso könnte man den Eindruck erhalten, dass die Deutschen keinen Humor haben, da sie nicht ständig ein höfliches Lächeln vorweisen, wie es die Amerikaner gewohnt sind. Deutsche haben einen großartigen Humor. Wenn Sie kein Lächeln von einem deutschen Kollegen abgewinnen können, wurde der Witz möglicherweise nicht gut übersetzt oder Sie sind vielleicht doch nicht so witzig, wie Sie denken.

Alle Amerikaner sind Waffenliebhaber

Aufgrund der Verfassungsbestimmungen der Vereinigten Staaten sind die Eigentümerquoten der privaten Schusswaffen in Amerika höher als in allen anderen Ländern. Es wurde eingeschätzt, dass mehr als 120 private Feuerwaffen pro 100 Einwohner vorhanden sind. Dies bedeutet jedoch nicht, dass jeder im Land eine Schusswaffe besitzt. Da in Amerika weniger Restriktionen für den Waffenbesitz gelten, haben Waffenliebhaber in ihrer Waffensammlung oft mehrere Feuerwaffen. Aufgrund dieser Anzahl könnte jeder Amerikaner über eine Waffe verfügen, tatsächlich besitzt aber nur ein Drittel der Amerikaner eine Waffe. Erwähnenswert ist ebenfalls, dass die amerikanische Gesellschaft nicht so gewalttätig ist, wie sie vielleicht scheinen mag. Die internationalen Schlagzeilen, die durch Extremfälle hervorgerufen werden, sind Sonderfälle, die kaum den typischen Alltag in einer amerikanischen Stadt repräsentieren.

Die Beseitigung gegenseitiger Mythen zwischen Amerikanern und Deutschen ist Teil des Gestaltungsprozesses für effektive Medien in Bezug auf kulturübergreifenden Konsum. Das JK Translate-Team versteht es, Botschaften für eine bestimmte Zielgruppe in einem anderen Land, effektiv zu gestalten. Haben Sie Fragen zur Einbeziehung eines Übersetzers bei einem Projekt, in denen Sprachbarrieren eine Rolle spielen? Bitte kontaktieren Sie uns einfach online!